Jahr 2002

 

Landjugend holt das Optimum heraus

(H.B.) Exakter kann man Ergebnisse vor Meisterschaften kaum voraussagen. Alois Nickel, Coach der Tauzieher der Landjugend Neckar-Bergstraße, landete eine Punktlandung, was sicherlich auch für seine Kenntnisse der deutschen Tauziehszene spricht, die er auch in seiner Funktion als Nationaltrainer für den Jugendbereich benötigt.
Für die DM im Schwergewicht (720 kg) und bei der Jugend (450 kg) sah er nicht nur die eigene Mannschaft als Bronzekandidat voraus, sondern mit seinen Favoriten traf er exakt die Halbfinalisten und bei der Jugend sah er die eigene Mannschaft im Mittelfeld; sie kam unter 15 Mannschaften auf Platz sieben.
Waren die Zieher am frühen Sonntagmorgen bei der Busabfahrt, die zahlreiche Fans nutzten, die Landjugend zu unterstützen, noch davon ausgegangen, im Schwergewicht die Vorrunde in zwei Sechsergruppen auszutragen, so wurden die Erwartungen getäuscht. Durch die Absage Korbs waren nur noch elf Mannschaften gemeldet, was zur Austragung "Jeder gegen jeden" führte und aus dieser Konstellation entwickelten sich die seit langem ausgeglichensten Titelkämpfe, bei denen auch die Favoriten aus Böllen und Goldscheuer nicht durch die Vorrunde "marschierten", sondern Punkte ließen. Die Landjugend bezwang Soest, Schweins, Gastgeber Philippinenburg, Breitscheid, Pfahlbronn, Zennern und Neuried jeweils in zwei Zügen. Gegen Goldscheuer und Dietenbach gab es ein Unentschieden (1:1) und dem zweifachen Deutschen Meister aus Böllen unterlag man gleich zum Turnierauftakt in zwei Zügen.

Im Halbfinale traf man auf Böllen, das sich in zwei langen und harten Zügen wie in der Vorrunde behaupten konnte. Parallel setzte sich Goldscheuer gegen Dietenbach durch. Im kleinen Finale um Platz drei hatte die Landjugend dann weniger Mühe als erwartet mit der deutlich schwereren Mannschaft aus Dietenbach. In zwei Zügen sicherte man die Bronzemedaille und im Finale bezwang Goldscheuer Böllen ebenfalls in zwei Zügen und holte sich damit in diesem Jahr den ersten Meistertitel. Landjugend: B. und J. Hilkert, H. Jost, S. Spengler, H. Nischwitz, T. Jochim (T. Stamm), M. Nischwitz, S. Berghold (Coach J. Spengler, Betreuer U. Sauer). Die Jugendmannschaft, in den letzten Jahren stets Titelanwärter, blieb im Rahmen der Erwartungen. Die junge, sich im Neuaufbau befindliche Mannschaft zeigte aber sehr gute Ansätze, so dass Alois Nickel zuversichtlich ist, in den nächsten Jahren mit dieser Truppe auch wieder größere Erfolge an die Bergstraße holen zu können.

Die Konkurrenz meldete mit 15 Mannschaften Rekordbeteiligung und in der Vorrunde konnte die Landjugend gegen Zennern, Goldscheuer 2, Breitscheid - hier half Landjugendzieher Jens Treiber mit aus - und Neuried gewinnen. Niederlagen kassierte man gegen Schweina, Pfahlbronn und Kollmarsreute, so dass man als Gruppenvierter um Platz sieben gegen Dietenbach zog. Hier unterlag man im ersten Zug und war auch im zweiten Durchgang zunächst rund zwei Meter im Nachteil, bevor man noch kontern konnte. Im dritten Zug holt man nach gewonnener Platzwahl auch den Sieg. Im Finale setzte sich Goldscheuer gegen Kollmarsreute durch und sicherte sich damit die zweite Meisterschaft an einem Tag. Im Kampf um Platz drei behauptete sich Böllen wieder vor Schweina. Landjugend: C. Schröder, C. Werner, M. Kaffenberger, S. Wind, S. Boppel (C. Leib), T. Grundmann (Coach A. Nickel, Betreuer B. Boppel).


Weinheimer-Nachrichten, den 18.09.2002

 

 

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